Portrait Gerd Rösler
Gerd Rösler
„...So dann haben die mich da nach Eibia verpflichtet, (Wann war das?) in die Personalabteilung. Ja- manchmal kommt man ja durcheinander- (Wenn Sie 43 in Teufelsmoor waren, dann muß das ja danach gewesen sein.) - Danach war das - unmittelbar danach. Ich habe dort die Personalien von Leuten aufgenommen, damals nannte man die Fremdarbeiter, die von bombardierten Werken kamen, aus ganz Deutschland. Das war Sommerzeit, ich stellte dann morgens einen Tisch raus und einen Stuhl. Dann standen sie da in Linie und mussten ihre Papiere vorzeigen. Dann habe ich da so eine Stammkarte angelegt. Die wurden also Mitarbeiter des Werkes, um es vornehm auszudrücken.
Zwangsarbeiter, selbstverständlich waren alles Zwangsarbeiter.
Das war also quer durch die Gesamtbevölkerung der Erde.Ich kann mich noch besinnen, wir hatten also so eine Tafel in dem Büro, da waren 32 Nationalitäten beschäftigt in der Eibia, das hab ich noch im Koppe.
Ich war 17. Die waren so zwischen 19, 20, 23, 28 und 30 so in etwa, so hab ich das noch in Erinnerung.
(Wieviele standen da in einer Reihe?)
Hunderte m
anchmal! Also ich weiß, da war mal irgendwann ein Großangriff auf Hamburg und da kamen mindestens Hunderte...“
27.2.1926 in Nienburg
Lehre als Bankkaufmann
Personalratsvorsitzender Deutschen Bundesbank
gestorben am 11.12.2002 in Nienburg.