Das Ostarbeiterlager in Liebenau
Ausweis1 Ausweis2 Die Meldekarteien in Liebenau und Steyerberg weisen für die Jahre 1939 bis 1945 mehr als 11000 ausländische Arbeitskräfte nach. Die jüngste registrierte Zwangsarbeiterin ist die 13-jährige Russin Maria. Sie kam Anfang 1945 nach Liebenau. Die jungen Frauen und Männer kamen vorwiegend aus der Ukraine, Polen, Belgien und Italien sowie Frankeich, Niederlande und Belgien. Die Arbeitskräfte wurden beim Werksaufbau und der Pulverherstellung bei der Firma Eibia eingesetzt.
Quelle: Bodo Förster/ Martin Guse: "Ich war in Eurem Alter, als sie mich abholten!", Berlin 2001
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Arbeitsbücher
Ab Sommer 1940 entstand in Steyerberg das Lager "Liebenau II" für ursprünglich 2000, später 3000 Personen. Ab 1942 übernahm die Firma Eibia die 39 Holzbaracken, die fortan "Ostarbeiterlager" hießen. Dort waren sowjetische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen sowie sowjetische Kriegsgefangene untergebracht. Die Gräberliste des Fleckens Steyerberg weist bis 1945 über 2000 Todesopfer aus Osteuropa aus, die auf dem Friedhof in Hesterberg beigesetzt sind.
Quelle: Bodo Förster/ Martin Guse: "Ich war in Eurem Alter, als sie mich abholten!", Berlin 2001
Ostarbeiterlager
Auch Katerina Derewjanko musste im Ostarbeiterlager leben.