Pimpf sein macht Spaß“ - Jugend im dritten Reich.
Die Jugendlichen in Nienburg und den umliegenden Ortschaften gehörten damals alle zum Bann 446. Die Verwaltung war im Gebäude Verdener Landstraße 1 untergebracht.

Seit dem 25. März 1939 herrschte eine gesetzliche Jugenddienstpflicht. Bei Verstoß drohten Geldstrafen oder Gefängnis – auch für diejenigen, die einen
Jugendlichen vom Dienst abzuhalten versuchten.

Beispiele aus den Akten des Kreisarchives: Hans aus Nienburg wurde 1944 bestraft, weil er „in der Öffentlichkeit raucht, den Dienst vernachlässigt und einen bald weiberhaften Haarschnitt“ trug. Friedrich aus Anderten erhielt eine Geldstrafe von 12 Reichsmark, da er im September und Oktober 1942 unentschuldigt gefehlt hat. Die Eltern von vier Mädchen aus dem Landkreis bekamen einen polizeilichen Verweis, weil sie ihre Kinder nicht zum BdM-Dienst geschickt haben (November 1940).
Auf der Illustration ist unter Anderem zu sehen: Schild zum Arbeitslager Hämelheide, HJ-Lager am Hämelsee unter dem Motto: "Friede-Zucht-Glaube", Pimpfenmesser, Ausmarsch der Bannführer aus dem Haupttor der Mudrakaserne.