Gewaltsames Ende der jüdischen Gemeinde
Rund 250 Jahre prägten Einwohner jüdischen Glaubens das Leben in Nienburg mit. Sie waren Kaufleute, Künstler, Kreistagsmitglieder und engagierten sich in örtlichen Vereinen.
Die Geschichte der jüdischen Gemeinde endet am 28. März 1942.
Alle 18 verbliebenen Mitglieder müssen sich am Schloßplatz sammeln und werden - zum Teil über Hannover-Ahlem – in die Ghettos und Konzentrationslager verschleppt. Unter ihnen: Elisabeth Weinberg. Die damals knapp 20jährige Tochter des Viehhändlers Leopold Weinberg und seiner Frau Frieda, geb. London, erlebte in ihrer Heimatstadt Nienburg die ganze Grausamkeit des Regimes mit. Am 8. Mai 1945 wurde sie in Warschau für tot erklärt.
Die Illustration zeigt unter Anderem: Lyzeum, heute Hindenburg-Schule, Nienburger Synagoge, Jüdische Schule, Bäckerei Witwe Abraham, in der Mitte: Elisabeth Weinberg