Friedrich Dreppenstedt
Friedrich Dreppenstedt
„...Meine Mutter und eine Nachbarin haben beim Ausverkauf eines jüdischen Geschäftes in Nienburg eingekauft. Dabei sind sie von jemandem gesehen worden. Das wurde dann groß in unserem örtlichen Schaukasten, den man den „Stürmer“ nannte, publik gemacht...

...Der jüdische Viehhändler Weinberg aus Nienburg, der wohnte in der Hafenstraße, war ein bekannter Viehhändler und kam zu seinen Geschäften mit dem Rad. Meine Eltern haben viel mit ihm gehandelt, wenn sie eine Kuh kaufen oder ein Stück Vieh verkaufen wollten. Wie wir einmal eine Kuh brauchten und meiner Mutter der Preis zu hoch erschien, da hat sie zu ihm gesagt: „Wenn ich das bezahlen soll, da muss ich ja erst einen...“. Dann erwiderte der Jude Weinberg und sagt: „Du meinst wohl einen Juden totschlagen? Dann nimm...“ Und er nannte einen Namen: „den, das ist ein weißer Jude.“....“
Friedrich „Fritz“ Dreppenstedt
geb 25.2.1929 in Wölpe
Ausbildung als Maurer
30 Jahre bei der ehemaligen Kalichemie als Industriemeister