Elfriede Twachtmann
„...Die Gefangenen Russen waren tagsüber draußen zur Arbeit. Im Lager (Meinkingsburg) selbst hielten sich nur so um die 20 bis 30 Mann auf, der Koch und der russische Arzt. Diese Menschen waren immer ernst und hatten finstere Mienen. Nie habe ich dort jemanden Lachen gesehen. Bei Fliegeralarm durften sie das Lager nicht verlassen, um Schutz zu suchen. Sie wurden von den Wachleuten schlecht behandelt. Tagsüber patrouillierten Wachposten um das Lager und die hatten auch stets ein Gewehr schussbereit, wenn sie durch das Lager gingen...

...Kurz vor Kriegsende waren die Gefangenen mit einem Mal weg und ich wurde meine Post im Lager nicht mehr los. Die wurde dann nach Nienburg ins Stalag zurück geschickt. Ich kam nichts ins Lager und durfte keinen Kontakt mit ihnen haben. Die Post musste ich vorne am Tor bei den Wachen abgeben. Post habe ich nur ab und zu für den Arzt gehabt, die anderen bekamen keine....“

Protokoll Hans-Jürgen Sonneberg
Biografie in Vorbereitung